Wie fällt Weihnachten

Jedes Jahr zur gleichen Zeit, aber an verschiedenen Wochentagen, ist Weihnachten

Ein Dezember KalenderblattGegen Ende eines jeden Jahres ist Weihnachten. Während dieser Zeit wird in vielen Teilen der Welt die Geburt von Jesus Christus gefeiert.

Am 24. Dezember, dem sogenannten Heiligabend, beginnen die Feierlichkeiten. Der erste Weihnachtstag ist am Folgetag, dem 25.12. und der zweite Weihnachtsfeiertag fällt auf den 26.12. des jeweiligen Jahres.

Da Weihnachten neben Ostern und Pfingsten zu den drei höchsten christlichen Feiertagen zählt, ist in Deutschland der erste und zweite Weihnachtstag ein gesetzlicher Feiertag.

Im Jahr 2018 fällt Heiligabend auf den Montag. Am nachfolgenden Dienstag ist der erste Weihnachtsfeiertag und am nächsten Tag, also am Mittwoch, findet der zweite Weihnachtsfeiertag statt.

An welchen Wochentagen Weihnachten gefeiert werden kann, ist wechselhaft. Für berufstätige Menschen ist es von Vorteil, wenn die Zuordnung der Weihnachtsfeiertage zu den Wochentagen eine möglichst lange Zeitspanne an arbeitsfreien Tagen ergibt.

Weihnachten erst im Januar?

Zeitliche Abweichungen beim Feiern von Weihnachten gibt es in anderen Ländern. So wird zum Beispiel in Russland erst am 7. Januar gefeiert.

In einigen Ländern wird bereits am 24.12. das Weihnachtsfest wie bei uns am ersten Weihnachtsfeiertag gefeiert.

Warum wird Weihnachten gefeiert?

Der 25. Dezember wurde durch den Chronisten Furius Dionysius Filocalus nach Überlieferungen aus römischen Quellen erstmals im Jahr 354 erwähnt.

Laut der Weihnachtshomilie des Hieronymus soll Weihnachten von Anfang an am 25. Dezember als Tag der Geburt von Jesus Christus gefeiert worden sein.

Ebenso soll das Weihnachtsfest spätestens im 4. Jahrhundert in Afrika und Spanien an diesem Tag stattgefunden haben. Dieses Datum ist nicht unumstritten. Anderen Einschätzungen zufolge soll es sich bei dem Geburtstag um den 25. März oder den 6. Januar gehandelt haben.

Von germanischen Religionen wurde der 25. Dezember mit der Sonnenwende in Verbindung gebracht. Die weihnachtlichen Feiern verliefen in der Folge nicht überall ungetrübt.

Verbot von Weihnachten

In Massachusetts wurde durch Einfluss der Puritaner im Jahr 1659 ein gesetzliches Verbot von Weihnachtsfeiern erlassen. Bereits im Jahr 1644 hatte dies auch das englische Parlament beschlossen.

Im Dezember 2015 erfolgte ein solches Verbot in Somalia mit der Begründung einer muslimischen Glaubensgefährdung. Von Weihnachtsliedern bis zum traditionellen Baumschmuck wurde alles untersagt.

Im Mittelpunkt heutiger Weihnachtsfeierlichkeiten stehen kirchliche Höhepunkte wie die Christmette sowie ein Brauchtum, dass in verschiedenen christlichen Ländern variiert. Mit dem Feiern von Weihnachten wird allgemein Besinnlichkeit, Frieden und Freude sowie Nächstenliebe und Familie verstärkt in Verbindung gebracht. Dies steht je nach Örtlichkeit und Situation oftmals im Widerspruch zur Realität. Zu den weihnachtlichen Gebräuchen zählen Geschenke, Weihnachtslieder, ein festlich geschmückter Tannenbaum sowie besonders leckere Gerichte an den Feiertagen. Weihnachten ist auch deswegen ein ganz besonderes Ereignis, weil Kinderherzen diesen Tagen sehnsüchtig entgegensehen.

Die kindliche Vorfreude auf den Weihnachtsmann und das Christkind bleibt in langjähriger Erinnerung. Weihnachten ist trotz einiger gesellschaftlicher Veränderungen nach wie vor eine intensive Zeit für Emotionen. Weihnachten ist mit romantischen Bildern verbunden. Ein Dorf mit weihnachtlich geschmückten Hausfassaden oder ein Schlitten im tief verschneiten Tannenwald. Als weihnachtliches Symbol zur Erinnerung an die Geburt Jesu zählt auch die Krippe, die schon in der Adventszeit aufgestellt wird. Zu dieser Zeit finden neben den Adventsmärkten zahlreiche Weihnachtsfeiern von Firmen statt, die mehr einen betriebsklimatischen als christlich-kulturellen Hintergrund haben. Zunehmend wird Weihnachten in Deutschland auch von Nichtchristen als Familienfest gefeiert.

Wann wird „Frohe Weihnachten“ gewünscht?

Der Weihnachtsgruß wird im Normalfall an dem Tag entrichtet, an dem das Weihnachtsfest gefeiert wird. In Deutschland ist das der 25.12. mit dem ersten Weihnachtsfeiertag.

Frohe Weihnachten

Liturgisch beginnt Weihnachten wie die meisten anderen bedeutenden Feste jedoch bereits am Vorabend mit einer Feier. Wer also die Christmette besucht, wünscht anschließend frohe Weihnachten.

Die Tradition des Weihnachtsgrußes kann flexibel gepflegt werden und der Einzelfallsituation gerecht werden. Ein vorverlegter Zeitpunkt der persönlichen Grußentrichtung kann insbesondere dann angebracht sein, wenn ansonsten dazu vor dem Weihnachtsfest keine Gelegenheit mehr besteht. Ein Grund für eine solche Verfahrensweise könnte eine bevorstehende Fernreise sein. Von einem verfrühten Weihnachtsgruß ist jedoch bei einer allzu großen zeitlichen Entfernung zum Fest abzusehen.

In jedem Fall sollte mindestens eine vorweihnachtliche Stimmung den passenden Rahmen für mögliche Weihnachtsgrüße schaffen. Zeitlich könnte das ab dem ersten Advent sein. Ein Weihnachtsgruß im Hochsommer wäre sicherlich ein Fauxpas. Das Zeitfenster für nachträgliche Weihnachtsgrüße ist enger.

Spätestens ab Sylvester wäre ein verspäteter Weihnachtsgruß unpassend. Abweichungen zu den weihnachtlichen Traditionen finden sich in anderen Teilen der Erde. Selbst in einigen europäischen Ländern wird der Ablauf des Weihnachtsfestes anders gefeiert. In England werden die Geschenke erst am 25.12. ausgepackt.

Die heiligen drei Könige

In Spanien, Italien und Portugal verteilen die heiligen drei Könige am 6. Januar die Geschenke. Die Weihnachtsgeschenke in den Niederlanden gibt es am 05.12. vor dem Nikolaustag.

Das Weihnachtsfest wird in Skandinavien als Julfest gefeiert, das erst am 13. Januar endet. Durch diese unterschiedlichen Traditionen erfolgen teilweise auch die Weihnachtsgrüße zu anderen Zeiten.

 

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